Verlag Blaues Schloss Marburg

Das blaue Schloss

Ausstellungen und Lesungen

Weitere Lesungen hier»

 

„Der Hessenkrieg 1644 – 1648“

am Freitag, 14. September 2018 um 19 Uhr ( Dr.Dirk Richhardt)
Im Kaminzimmer des Homberger Schlosses

Die "Schlosspatrioten" laden ein und präsentieren „Der Hessenkrieg 1644 – 1648“ am Freitag, 14. September 2018 um 19 Uhr mit Dr.Dirk Richhardt im Kaminzimmer des Homberger Schlosses.

Das bekannte Buch von C. V. Wedgwood: Der Dreißigjährige Krieg, bezeichnet die Jahre 1643 bis 1648 als eine Zeit, die dem Frieden zustrebte. Alle Kriegsparteien waren erschöpft und eine Entscheidung war auf dem Schlachtfeld nicht mehr zu erlangen. In diesem Augenblick entbrennt ein heftiger Kampf zwischen den verwandten Landgrafschaften Hessen-Kassel und Hessen-Darmstadt. Ein Kampf der erst mit dem Friedensschluss von Münster und Osnabrück sein Ende findet. Was waren die Ursachen dieses Krieges im Kriege? Durch wen wurde er entfesselt und welche Ziele wurden hier verfolgt? Natürlich ist, gerade in Homberg/Ohm, danach zu fragen, wie sich dieser Konflikt in der Stadt und der näheren Umgebung ausgewirkt hat. Wie immer wird der Vortrag durch eine PPP unterstützt.

Am darauf folgenden Samstag erfolgt die Vernissage der Ausstellung mit Buchpräsentationen der Autoren:

 

„Homberg im Hessenkrieg 1644 – 1648“,( Prof. Bernhard Streck).

Vernissage am Samstag, 15.September 2018 14 Uhr .

Eröffnung der Ausstellung mit Buchpräsentation der Autoren

Benedikt Klein, Wolfgang Seim, Bernhard Streck.

In der ehemaligen Schlosskapelle St.Georg

Die nach fast 400 Jahren längst in Vergessenheit geratenen Ereignisse und Zusammenhänge des Hessenkriegs als einem für unsere Heimat besonders verheerenden Schlusskapitel des 30jährigen Kriegs wurden für den Arbeitskreis „Geschichte“ der Homberger Schlosspatrioten zusammengestellt. Dieser mittlerweile über die Landesgrenzen hinaus bekannte Bürgerverein kümmert sich seit 2012 um die Wiederbelebung des Stadtschlosses, das als Burg 1234 zum ersten Mal Erwähnung fand und im Jahre 1646 von dem schwedischen General Wrangel zerstört wurde. In den wiederaufgebauten Teilen war bis 1911 das großherzogliche Rentamt untergebracht, danach kam es in Privatbesitz. Als es vor 6 Jahren die Stadt erwerben konnte, gründete sich zum Zwecke der Umwandlung der immer noch stattlichen Anlage in ein „Bürgerschloss“ der Verein „Schlosspatrioten Homberg an der Ohm e.V.“. In verschiedene Arbeitskreise aufgeteilt arbeiten die Mitglieder seither an Restaurierung der Substanz und Vitalisierung der Atmosphäre. Dazu gehören auch Arbeiten über die lange Baugeschichte und die vielen Ereignisse vergangener Jahrhunderte, glanzvolle wie deprimierende. Die in vorliegendem Buch versam¬melten Fakten und Einschätzungen sollen die schreckliche Zeit der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts so gut es geht vergegenwärtigen und damit uns Nachgeborenen zu einem bewussteren Leben Hilfestellung geben.


Die Autoren des Buches "Homberg im Hessenkrieg" sind keine Fachhistoriker. Benedikt Klein ist Germanist, Wolfgang Seim Physiker und Bernhard Streck Ethnologe. Alle drei vereint das Interesse an Lokalgeschichte als Teil größerer Zusammenhänge. In unterschiedlichen Zugängen zu der lange zurückliegenden Katastrophengeschichte haben die Autoren versucht, die sehr verwickelten Vorgänge nicht nur zu entwirren, sondern auch in ihrer Widersprüchlichkeit begreifbar zu machen. Dazu wurden Werke von Fachhistorikern ausgewertet, Ortschroniken durchgesehen und auch wenig bekannte Quellen aus jener Zeit in Oberhessen und Ohmbecken verwendet. Als historiographische Laien glauben die Autoren, mit Nachsicht beim fachkundigen Leser rechnen zu dürfen. Dem Gegenstand ist es geschu-det, wenn der Text wenig Unterhaltsames bietet. Vereinfachungen und einseitige Interpretationen wurden nach Möglichkeit vermieden und Belegstellen, die es verdienen, genau angegeben.

Die Autoren und der Arbeitskreis „Geschichte“ der Schlosspatrioten Homberg an der Ohm e.V. als Herausgeber danken dem Alt- und Ehrenbürgermeister Walter Seitz, der Bürgermeisterin Claudia Blum und der Stadt Homberg an der Ohm sowie den Eheleuten Anneliese und Heinz-Willi Fehl in Münster/Westfalen dafür, dass sie die Drucklegung in professioneller und illustrierter Form beim Verlag „Blaues Schloss“ in Marburg ermöglicht haben.


Klein,Benedikt ·Seim, Wolfgang ·Streck, Bernhard
Homberg im Hessenkrieg
Der Dreißigjährige Krieg,
das Ohmtal und das Jahr 1646
Kartoniert: 126 Seiten,
über 30 Farbabbildungen
und weiteren s/w Abbildungen
Preis: wird noch festgelegt

Mehr Information

 


 

Weitere Veranstaltungen zu den Autoren und zum Homberger Schloss im Archiv:

"Denn des Türken Heer ist eigentlich der Teufel Heer."
Argumentation und Agitation in Luthers großen Türkenschriften
Benedikt Klein (Marburg)
Religion am Mittwoch in der Religionsgeschichtlichen Sammlung
am 02.05.2018

"Türken, Papst und Teufel"
Zur Fundierung der Endzeit in MARTIN LUTHERS Türkenschriften
Vortrag auf Grundlage des Buches: „Luthers große Türkenschriften“ herausgegeben von Bernhard Streck und Benedikt Julius Klein
Dozent: Benedikt Julius Klein M.A. Institut für Deutsche Philologie des Mittelalters
Philipps-Universität Marburg
Do., 18.01.2018 im Museum im Spital, Grünberg

So. 9. April 2017 im Schloss Homberg/Ohm
Ausstellung Luther und Europa
Vernissage