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Literaturaustausch Marburg-Maribor
zum Welttag des Buches in Maribor

vom 21.April bis 23. April 2018

LITERATURA POBRATENIH MEST: MARIBOR - MARBURG


Als der slovenische Autor Aleš Šteger der Brüder-Grimm und Universitätsstadt Marburg im Herbst letzten Jahres einen Besuch abstattete, und im Café Vetter eine Lesung hielt, wurde gegenwärtig, dass die über 40-jährige Städtpartnerschaft Maribor – Marburg einen längeren Dornröschenschlaf gehalten hatte und es Zeit wäre, dass einige Marburger Bürger dem Dornröschen in Maribor einen guten Morgen wünschen. Diese Mär gelangte aber schneller als die Drei planen konnten nach Maribor. Und so geschah es, dass Maribor mit ganz unerwarteter Munterkeit nun die drei Bürger Ludwig Legge, Horst Schwebel und K. H. Symon aus dem verschlafenen Marburg zum Dornenheckenschneiden einlud, um dann nach getaner Arbeit, in der Stadt an der Drau einige Verse und Zeilen kundzutun zum Wohlgefallen seiner Bewohner, um damit die alte Partnerschaft wieder aufzufrischen.

Selbst die ICE-Verbindung von Frankfurt nach Wien mit streckenweise 256 Km/h sowie der Eurocity nach Graz waren nicht schnell genug, um den wartenden Mariborer Bürgern entgegenzueilen, zumal die böse grimmsche Stiefmutter vorausgeeilt war, um die Gleise kurz vor dem Ziel mit einem Erdrutsch zu verschütten. Zudem der letzte Bahnsteig an der Grenze in seiner Leere und Verlassenheit verdächtig dem der „Endstation Sehnsucht“ ähnelte.

When the Slovenian author Wagner paid a visit to the Brothers Grimm and University town of Marburg on January 20, 2017, and held a reading at Café Vetter, it became apparent that the more than 40-year partnership between Maribor and Marburg had been taking a long sleep. So it was time that some Marburg citizens wish the Sleeping Beauty in Maribor a good morning. This idea, however, came faster than the three could plan to Maribor. And so it happened that Maribor invited the three citizens Ludwig Legge, Horst Schwebel and KH Symon from the sleepy Marburg for thorn cutting in unexpected merriness. And then after work, the three should present in the city on the Drau some of their verses and lines to the good pleasure of its inhabitants to revive the old partnership.
Even the ICE connection from Frankfurt to Vienna with some 256 km/h and the Eurocity to Graz were not fast enough to rush to the waiting Maribor citizens, especially as the evil Grimm's stepmother had rushed ahead to spill the tracks with a landslide shortly before the finish. In addition, the last platform on the border in its emptiness and abandonment suspiciously resembled that of "A Streetcar Named Desire".

Trotzdem gelang es den nicht mehr ganz jungen Marburger Dichtern und Denkern durch mutigen Sprung auf einen langsam geisterhaft in der Dämmerung vorbeiratternden Zug, das Ziel Maribor im hellen Mondschein zu erreichen, wo die Freude über die geglückte Ankunft groß war.

Am nächsten Morgen fuhr schon eine goldene Kusche vor und brachte die drei Marburger Bürger ins Herz der Stadt Maribor auf einen sonnigen Platz mit viel munterem Volk, das sich zum „Welttag des Buches“ mit Café, Wein und Musik vergnügte. Nach herzlicher Begrüßung durch Frau Urska P. Černe und Petra Kolmančic begleitete der Stadtführer Šilc die Ankömmlinge durch die breiten barocken und engen verträumten Gassen, gerade als das Domgeläut zur vollen Stunde schlug, das bis zum Fluß hin zu hören war, der Drau, und der mit großen Brücken geziert, breit und glänzend im Sonnenlicht lag. Dem Gang durch Architektur und Geschichte der Stadt folgte ein Wiedersehen mit den Veranstalterinnen bei einem guten Trunk und herzhaften Mahl in den Gewölben eines Restaurants, um die kommenden Ereignisse in Maribor und die zukünftigen in Marburg zu besprechen.

 

 

 

 

 

 

 

Am gleichen Abend schon wurde den Marburger Autoren im Zusammenspiel mit den Mariborer Autoren Kristina Kočan und Andrej Brvar die Bühne im Salon UPORABNIH UMETNOSTI freigeräumt zum Vortragen unterhaltsamer Geschichten und Verse in deutscher und slovenischer Sprache, den Lauschenden zum Wohle und geistiger Anregung.

Nevertheless, the Marburg poets and thinkers, who were no longer quite young, managed to reach the destination of Maribor in the bright moonshine by bravely jumping on a ghostly train that was slowly passing by at night. There the joy of the successful arrival was great.
The next morning, a golden coach drove up and brought the three citizens of Marburg to the heart of the city of Maribor on a sunny place with a lively crowd, having fun for the "World Book Day" with coffee, wine and music. After a warm welcome by Ms. Urska P. Černe and Petra Kolmančic, the city guide Šilc accompanied the newcomers through the wide baroque and narrow, dreamy streets, just as the bells tolled at the hour, which could be heard down to the river. The Drava was graced with large bridges and was wide and bright in the sunlight. The walk through the architecture and history of the city was followed by a reunion with the organizers. During a good drink and hearty meal in the vaults of a restaurant, the coming events in Maribor and the future ones in Marburg were discussed.
On the same evening, the stage at the UPORABNIH UMETNOSTI salon was cleared to the Marburg and the Maribor authors Kristina Kočan and Andrej Brvar. They recite entertaining stories and verses in German and Slovenian for the sake of good and spiritual stimulation of the listener

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Als wieder die Sonne ihre Wangen im Spiegel der Drau aufglühen ließ, ging die Fahrt zu der Universität Maribor ABTEILUNG FÜR GERMANISTIK, damit nun den Studierenden deutscher Wortklang und Wortsinn vorgetragen werde in Anwesenheit der Bibliothekarin der Germanistik und der Leiterin des germanistischen Instituts Frau Dr. Saša Jazbec.

When the sun lit up her cheeks again in the mirror of the Drava, the trip went to the University of Maribor DEPARTMENT OF GERMANISTICS, so that German students would now hear German words and words in the presence of the librarian and Mrs. Dr. Saša Jazbec the leader of the Germanist Institute.


 

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Beim höchsten Sonnenstand der einst großen Weinstadt ging die Fahrt ins Grüne mit prächtigen Teichen und Arkadengängen, vor denen die Marburger zum balkanisch üppigen Mittagstisch des Bürgermeisters Saša Pelko und seinen Begleitungen geladen waren.

At the highest position of the sun of the once great wine town, the trip went to the countryside with magnificent ponds and arcades, before which the Marburgers were invited to the Balkan lavish lunch table of the mayor Saša Pelko and his escorts.

 

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Das Glockenspiel des Doms schlug zur vierten Stunde. Nun stand die Einladung des Kulturvereins deutschsprachiger Frauen "Brücken" an, der rasch gefolgt wurde, um das Publikum nicht unnötig warten zu lassen. Frau Veronika Haring begrüßte die Marburger Autoren und stellte sie den Anwesenden vor, die den Lesungen aufmerksam zuhörten. Beim anschließenden Imbiss wurde sich über Maribor und Marburg angeregt ausgetauscht.

The chime of the cathedral struck for the fourth hour. Now it was the invitation of the Cultural Association of German-speaking women "Brücken" to turn, which was quickly followed so as not to unnecessarily keep the public waiting. Mrs. Veronika Haring welcomed the authors from Marburg and introduced them to the attendees who listened to the readings with interest. During the subsequent snack there was a lively exchange about Maribor and Marburg.

 

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Indessen die Sonne sich anschickte, die Lichtgewalt am Himmel dem Mond zu übergeben, und der Weg schnell zum Salon UPORABNIH UMETNOSTI zurückgelegt, indem in vollbesetzter Enge der Lesungsmarathon zum Welttag des Buches mit über dreißig slovenischen Autoren eröffnet wurde.

Meanwhile the sun was preparing to hand over the power of light in the sky to the moon, the way was quickly returned to the Salon UPORABNIH UMETNOSTI, which was opening the reading marathon for World Book Day with over thirty Slovenian authors in crowded confines.

 

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Beim nächsten Aufstieg der Sonne machten sich die drei Barden auf den langen Rückweg nicht ohne Unterbrechungen, Verzögerungen und diversen Lok- Signal- und Personalschaden in drei Ländern gleichsam wie in den guten alten Zeiten, in denen Rad- und Achsenbruch und Räuberbanden den Reisen das gewisse „Etwas“ gaben.

Zurück blieben in Maribor die guten Erinnerung, die zahlreichen verbindenden Gespräche und die noch zahlreicheren von Marburg mitgebrachten Büchern in der Universität und in der Stadt und der Plan, bereits im September diesen Jahres den Besuch nun mit slovenischen Autoren in Marburg zu erwidern und im nächsten Jahr weiteres mehr.

At the next ascent of the sun, the three bards made on the long way back not without interruptions, delays and various locomotive signal and personnel damage in three countries, just like in the good old days, where wheel and axle break and robber gangs gave the travel that certain "something".
In Maribor, the good memory of the many connecting discussions remained as well as the even more numerous books brought by Marburg in the university and in the city. And also the plan to return the visit with Slovenian authors in Marburg already in September of this year and more next year.

 

In der Abteilung für Germanistik und der philosophischen Fakultät Maribor

In the Department of German Studies and the Faculty of Arts Maribor

Bibliothekarin Germanistische Fakultät:-------Mrs. Urska P. Černe

Frau Urska P. Cerne stellt vor:

"Ludwig Legge, der Lyriker, Horst Schwebel, Professor Doktor, Satiriker, Philosoph und der Verleger K.H.Symon. Alle drei sind eigentlich philosophisch, jedoch hat jeder ein anderes Stilmittel. Heute haben wir erst einmal eine kurze Gesprächsrunde vor, damit wir verstehen in welchen Kontext die heutige Veranstaltung stattfindet nämlich im Rahmen der Partnerstädte. Sie wissen, was eine Partnerstadt ist. Im Slovenischen heißt es Bruderstadt. Maribor hat mehrere und Marburg ist eine davon. Vor dreißig Jahren war dieser Austausch sehr rege. Oft sind Künstler und Politiker nach Marburg und Maribor gefahren. Herr Legge hat seit 1973 in Marburg 'Literatur um 11' organisiert und über 1600 nationale und internationale Gäste nach Marburg eingeladen.“

Mrs. Urska P. Černe introduces:
"Ludwig Legge, the lyricist, Horst Schwebel, Professor Doctor, satirist, philosopher and the publisher K.H. Symon. All three are actually philosophical, but each has a different stylistic device. Today we have a short discussion round so that we can understand in which context Today's event takes place within the framework of the twinned towns: Do you know what a twinned town is? In Slovenian it means brother town. Maribor has several, and Marburg is one of them. Thirty years ago, the exchanges were very lively, often artists and politicians to Marburg. Mr. Legge has been organizing Marburg's ’Literature at 11 o'clock’ since 1973 and has invited over 1600 national and international guests to Marburg."

Ludwig Legge antwortet:

„Liebe Frau Urska P. Černe. Sie wissen ja so viel über uns. Aber das ist auch mein erster Besuch in Maribor. Ich war natürlich schon öfter in Slovenien, meistens als Gast des Schriftstellerverbandes und vor allem habe ich ungefähr zwanzig slovenische Autoren bereits in Marburg begrüßen können. Unter anderem den vor kurzem verstorbenen Thomas Salamun und natürlich so bekannte Autoren wie zarko petan oder Dane Zajc.
Sie haben recht, es ist ein Einschnitt gewesen, auch die politische Partnerschaft war nicht mehr besonders ausgeprägt, und wir drei hoffen, dass durch unsern Besuch wieder ein reger Austausch zustande kommt. Und dass er überhaupt zustande gekommen ist, verdanken wir Frau Cerne, denn sie ist diejenige, die uns ins Slovenische übersetzt hat, was die Grundlage für den Austausch ist.“

Ludwig Legge answers:
"Dear Mrs. Urska P. Černe. You know so much about us. But this is also my first visit to Maribor. Of course, I have been to Slovenia several times, mostly as a guest of the Writers' Association and, above all, I have already welcomed around twenty Slovenian authors in Marburg. Among others, the recently deceased Thomas Scharamun and, of course, well-known authors like Kajekat Korwitsch or Davsiet.
You are right, it was a cut, the political partnership was no longer very strong, and the three of us hope that our visit will bring about a lively exchange. And all thanks we owe Urska P. Černe, because she's the one who translated us into Slovenian, which is the basis for the exchange. "

Begrüßung durch Lehrstuhlinhaberin an der Abteilung für Germanistik Dr. Saša Jazbec:

„Heute ist der 23. April. Wissen Sie, was für ein besonderer Tag das ist? – Heute ist der Welttag des Buches, des Lesens und der Autorenrechte. 1959 erklärte die Unesco diesen Tag zum weltweiten Feiertag. Der Anlass für den Weltbuchtag war eine katalanische Frau, die im Namen des Volksheiligen St. Georg Rosen beziehungsweise Bücher verschenkte. Darüber hinaus ist der 23. April der Todestag von Shakespeare und Cervante und heute an dem besonderen Tag habe ich die Ehre, nicht einen, sondern drei Autoren aus dem deutschsprachigen Raum begrüßen zu dürfen. Also liebe Gäste, im Name der Abteilung für Germanistik und der philosophischen Fakultät Maribor möchte ich Sie herzlich willkommen heißen und ich wünsche uns allen eine gute Stunde voller literarischer Genüsse.“


Welcome by the chairwoman of the Department of German Studies Saša Jazbec:
"Today is the 23nd of April. Do you know what a special day that is? - Today is World Book Day, the day of reading and author rights. In 1959, UNESCO declared this day a worldwide holiday. The occasion for the World Book Day was a Catalan woman who gave away roses or books in the name of the local saint St. George. In addition, April 23 is the anniversary of the death of Shakespeare and Cervante, and today on this special day I have the honor to welcome not one, but three authors from German-speaking countries. So dear guests, in the name of the Department of German Studies and the Faculty of Arts Maribor, I would like to welcome you and I wish all of us a good hour full of literary pleasures."

Urška P. Černe, Mutter deutschsprachig protestantisch, Vater katholisch slowenisch. Komparatistin, Juristin, Germanistin. Seit 2008 Lehrbeauftragte für »Literarische Übersetzung« an der Uni Maribor. Kuratorin Sloweniens bei den Buchmessen Frankfurt, Leipzig und Saarbrücken. Leiterin des PRANGER Lyrikkritikfestivals. Ab 1989 neben dem Studium Radiojournalistin, freie Fotografin, 3 mal Kriegsgebiete, Dolmetscherin für STERN-TV, Literaturredakteurin. Černe ist vielfach ausgezeichnet worden, u.a mit dem dem Slow. Staatspreis für Übersetzung.2004 Anthologie junger dt. Lyrik.

Urška P. Černe, mother German Protestant, father Catholic Slovenian. Comparatist, lawyer, Germanist. Since 2008 lecturer for »Literary Translation« at the University of Maribor. Curator of Slovenia at the book fairs Frankfurt, Leipzig and Saarbrücken. Head of the PRANGER lyric criticism festival. From 1989 onwards studying radio journalist, freelance photographer, 3 times war zones, interpreter for STERN TV, literary editor. Černe has received numerous awards, including the Slovak State Prize for Translation 2004 Anthology of Young German Poetry.

 


 

Horst Schwebel wurde 1940 in Frankfurt geboren und studierte Philosophie, Theologie und Christliche Archäologie in Frankfurt und Marburg. Seine Doktorarbeit wurde veröffentlicht unter dem Titel „Autonome Kunst im Raum der Kirche“, die Habilitation nach der Pfarrerausbildung unter dem Titel „Das Christusbild in der bildenden Kunst der Gegenwart“. Von 1980 bis 2006 war Schwebel Professor für Praktische Theologie und Direktor des Instituts für Kirchenbau und kirchliche Kunst der Gegenwart. Im Rahmen dieser Tätigkeit war Schwebel Kurator zahlreicher Ausstellungen, hielt im In- und Ausland Vorträge und publizierte zum Kirchenbau, zur Ikonographie der Religionen und zum Verhältnis von Kunst und Theologie. („Die Kunst und das Christentum. Stationen eines Konflikts“). Er war evangelischer Herausgeber der oekumenischen Zeitschrift „Kunst und Kirche“ und ist mit Albert Gerhards Herausgeber der Schriftenreihe „Ästhetik – Theologie –Liturgik“. In Helsinki erhielt er 1996 einen theologischen Ehrendoktor. Er ist ACE – Fellow in Berkeley, California. In seinem Kunst- und Ästhetik–Verständnis ist Schwebel stark von Theodor W. Adorno geprägt, theologisch von Paul Tillich und Carl Heinz Ratschow. Trotz ihrer gesellschaftlichen Marginalisierung sind Kunst und Religion angesichts von Verdinglichung und einem einseitig auf materielle Werte ausgerichteten Lebenskonzept unverzichtbar. Kunst und Religion sind beide davon bedroht, für fremde Zwecke instrumentalisiert zu werden. Einem solchen „Um–Zu–Denken“ zu wehren, gilt der intellektuelle Einsatz. In seinen Geschichten wird der hohe Anspruch an Kunst, Religion und Wissenschaft mit alltäglichen Vorkommnissen konfrontiert. Gemessen am Ideal ist der Alltag ein Satyrikon. Man begegnet dem Kunstfälscher, der einen Museumsdirektor unter Druck setzt, dem Künstler, der eine Masche erfindet, dem Unternehmer, der sich einen Privatpfarrer hält, dem Baron, der sich für seinen Sohn einen Doktortitel kauft und manch anderen bemerkenswerten Zeitgenossen. Alle Geschichten sind fiktiv, gleichwohl schwingt der Erfahrungshintergrund des Autors durch, weshalb einem Eingeweihten das eine oder andere Vorkommnis nicht völlig unbekannt sein mag. In einem Fall mag man schmunzeln, in einem anderen Fall mag sich Ironie oder sogar Sarkasmus einstellen.


Der gebürtige Berliner Ludwig Legge, Redakteur ("Weltreise") und Autor, lebt seit 1970 in Marburg. Vor 40 Jahren gründete er zusammen mit Reinhard Spalke die Veranstaltungsreihe "Literatur um 11" und am 9. März 1974 die Neue Literarische Gesell­schaft. 1974 erstmals zum Vorsitzenden gewählt, bekleidet er dieses Amt seither. Mitherausgeber der Zeitschriften "LOG" und "Literatur um 11".


K. H. Symon, Verlagsleiter Verlag Blaues Schloss Marburg.

 


Der Durchstreicher

Schwebel, Horst
Der Durchstreicher
Geschichten
Kartoniert, 104 Seiten
ISBN 978-3-943556-09-4
Preis: 12,95 Euro

 

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Herausgegeben von Wilhelm Ziehr, K. H. Symon und Horst Schwebel
Flügel der Ferne
Hommage für Ludwig Legge
Kartoniert: Format 24x15 cm
100 Seiten, 2 Farbabbildunge,
4 s/w Abbildungen
ISBN 978-3-943556-60-5
Preis: 12,50 €



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Symon, K. H.
Wie die Schweizer Geheimpolizei
die Welt vor dem Schlimmsten rettete

Eine Auswahl von Erzählungen und Briefen
Sonderdruck
Kartoniert: 108 Seiten, 6 Farbseiten
ISBN 978-3-943556-66-7
Preis: 10,90 €

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