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Künstler, Bühnenbildner und Humanist

Herausgeber Karl-Heinz Symon stellt im Kunstverein die Autobiografie von Volker Benninghoff vor.

Der Maler und Bühnen­bildner Volker Benning­hoff ist eine prägende Figur der Kunstszene in Marburg in den fünfziger und sechziger Jahren gewesen. Nun erscheint anlässlich seines 90. Geburts­tags am 14. Oktober die Autobiografie des vor zwei Jahren verstorbenen Künstlers.

Lesung Benninghoff

Herausgeber Karl-Heinz Symon (links) und Galerist Michael Herrmann mit einem späten Werk des Malers Bennighoff. © Heike Döhn

Marburg. Herausgegeben wird die Autobiografie von Karl Heinz Symon, der Benninghoff ursprünglich bei der Erstellung seiner Biografie helfen sollte. Doch kurz vor der Fertigstellung des Buchs vor zwei Jahren starb Benninghoff, der seit den achtziger Jahren in Frankfurt gelebt hatte. Nun hat Symon das Buch als sogenanntes „Book on demand", also Buch auf Bestellung, in kleiner Auflage selbst herstellen lassen und wird es am Freitag, 21. Oktober, ab 19 Uhr im Marburger Kunstverein vorstellen.

Benninghoff war einer der Gründer des Marburger Künstlerkreises, aus dem der Kunstverein hervorgegangen ist, erzählt der Galerist Michael Herrmann, der stellvertretender Vorsitzender des Kunstvereins ist. Er erinnert sich an Benninghoff als einen wahren Theatermenschen, der sich auch als Künstlerfigur inszeniert habe. Sein Leben habe sich zwischen Malerei und Theater bewegt, künstlerisch zwischen dem Figürlichen und der Abstraktion. Stets habe es in dem Werk des erklärten Humanisten die Diskrepanz zwischen dem Dunkel und der Farbigkeit gegeben, erläuterte Herrmann. In der Zeit nach dem Krieg sei er eine der bedeutendsten Figuren der Marburger Kunstszene gewesen. Der große Durchbruch sei ihm aber nie vergönnt gewesen, sagt Symon, auch wenn er bis zum Schluss darauf gehofft habe.

Bennighoff arbeitete seit Anfang der sechziger Jahre bis in die zeunziger Jahre hinein als Bühnenbildner am Marburger Schauspiel. Dabei führte er auch Regie und war kurze Zeit kommissarischer Intendant des Schauspiels. In Frankfurt wirkte er am Fritz Rémond Theater.

Die Autobiografie „Volker Bennighoff. Über den Versuch, Absolutes zu schaffen" enthält reiches Bildmaterial mit Fotografien aus seinem Leben, vor allem aber seiner Gemälde und Grafiken. Aus Kostengründen ist es nicht über den Buchhandel zu beziehen, sondern lediglich über den Marburger Kunstverein, die LOG Gallery in der Ketzerbach oder über den Herausgeber. Das Buch hat 254 Seiten und kostet 27,50 Euro.

Die Lesung aus Bennighoffs Biographie wird am Freitag um 19 Uhr durch den Vorsitzenden des Kunstvereins, Gerhard Pätzold, eröffnet. Michael Herrmann wird dann einen Einblick in Bennighoffs Schaffen geben. Anschließend liest Ekkehard Dennewitz, ehemaliger Intendant des Hessischen Landestheaters Marburg, aus der Autobiografie.

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