Verlag Blaues Schloss Marburg


Das blaue Schloss

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Laudatio auf Martin Mosebach
Zur Verleihung des Literaturpreises
der Neuen Literarischen Gesellschaft Marburg

Dr. Prinz Asfa-Wossen Asserate

 

Dr. Prinz Asfa-Wossen Asserate
Laudatio auf Martin Mosebach
Zur Verleihung des Literaturpreises 2017
der Neuen Literarischen Gesellschaft Marburg
Kartoniert: geplant: 45-60 Seiten
6 Farbabbildungen
ISBN 978-3-943556-68-1

 


 

 

Zum 3. Mal wurde der Literaturpreis der Neuen Literarischen Gesellschaft Marburg vergeben. Das Preisgeld in Höhe von 3.000 € setzt sich paritätisch aus Spenden der Literaturfreunde und der Universitätsstadt Marburg zusammen. Die bisherigen Preisträger sind Galsan Tschinag und Dr. Prinz Asfa-Wossen Asserate. Die Jury für die Preisvergabe bilden die Literaturfreunde selbst. Die Begrüßungsrede für die Neue Literarische Gesellschaft hielt Ludwig Legge, für die Stadt Marburg sprach der Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies, die Laudatio sprach Dr. Prinz Asfa-Wossen Asserate und für die musikalische Umrahmung sorgten Justus Noll/Piano und Diana Metzing/Violine. Der Preisträger Martin Mosebach sprach seinen Dank für die Würdigung aus und las aus seinem Roman "Mogador".

Martin Mosebach, geboren 1951 in Frankfurt am Main. Karriere als Schrift­steller nach dem II. juristischen Staatsexamen 1979. Fürs seine Romane, Erzählungen, Gedichte und Essays hat er zahlreiche Auszeich­nungen und Preise erhalten. Er ist Mitglied der Akademie für Sprache und Dichtung, der Deutschen Akademie der Künste in Berlin-Brandenburg sowie der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.

Dr. Prinz Asfa-Wossen Asserate, Großneffe des letzten äthiopischen Kaisers Haile Selassie, wurde 1948 in Addis Abeba geboren. Studium Geschichte und Jura in Tübingen und Cambridge. Promotion in Frankfurt am Main. Unterneh­mensberater für Afrika und den Mittleren Osten, politischer Analyst und geschätzter Autor zahlreicher Bücher.

(Erscheint voraussichtlich im September/Oktober 2017)

Rupec, Mladen

Das Wort in das Wortlose strecken
Lyrik 1965 – 2015

Herausgegeben von Dr. Margarita Rupec

 

Nun erschienen ist der über 400 Gedichte umfassende literarische Nachlass von Mladen Rupec mit zusätzlichen Beiträgen von Friedrich G. Paff, G. Marcel Martin sowie Bildern von Ivan Lacković-Croata,Heinrich Groß, Renate Brühl, Günther Blau, sowie Notenblättern von Miroslav Miletić.

Mit dem großformatigen (15,5 x 22,5 cm) und bebilderten Hardcoverband in Fadenbidung wird dem beeindruckenden "Wagnis, wie der Staub der Dinge sich zur Helle erhebt" und dem "weißen Blindenstock, der durch die Dunkelheit hindurch führt" in angemessener Wertschätzung entsprochen.

"Existentiell. Das spürt man in all seinen Gedichten." (Friedrich G. Paff)

Rupec, Mladen
Das Wort in das Wortlose strecken
Lyrik 1965 – 2015
Herausgegeben von Dr. Margarita Rupec
Hardcover, Fadenbindung, 15,5 x 22,5
224 Seiten
14 s/w Bilder
ISBN 978-3-943556-65-0
Preis: 14.50 €

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Zum Autor:

Mladen Rupec, Prof. Dr. Dr. h.c. (1928 Zagreb, gest. 2015 Marburg). Studium der Medizin. Seit 1962 an der Marburger Dermatologischen Universitätsklinik beschäftigt und habilitiert, dort seit 1981 Leiter der Abteilung Dermatologie mit Schwerpunkt Histopathologie und Elektronenmikroskopie der Haut. Verfasser von über 140 wissenschaftlichen Veröffentli­chungen und Handbuchbeiträgen, Ehrungen, u. a. Ehrendoktorwürden. Ehrenmitgliedschaft der Franz. Med. Akademie f. Dermatologie und Ehrenmitglied der kroatischen dermatologischen Gesellschaft. Mitgliedschaften in weiteren Fachorganisationen wie auch in Kunstfördervereinen.
Neben seiner Tätigkeit als Medizin-Professor entstanden über viele Jahre zahlreiche Gedichte, Aphorismen und Texte, die zum Teil veröffentlicht wurden und Dichter wie auch Bildende Künstler und Komponisten inspirierten.

Veröffentlichungen: – Gedichte: 1984 Aus Früher und aus Jetzt, mit Zeichnungen von G. Blau und I. Lacković-Croata, Basilisken-Presse (in die Wolfen­bütteler Künstlerbuch-Sammlung aufgenommen und 2006 ausgestellt). – Künstlerbücher: 2003 Lass uns verlassen dieses Haus, Farbserigraphien von R. Brühl zu Gedichten von M. Rupec. 2008 Ein Punkt lauert, 23 Original-Radierungen von R. Brühl zu Texten von M. Rupec. 2012 Zwischen den Wimpern, Original-Radierungen von R. Brühl, u. a. zu Texten von M. Rupec. – Prosa: 1985 Einer zum Anderen, mit Zeichnungen von G. Blau, Basilisken-Presse. – Betei­ligungen an: 1989 Vis poetica, Hessische Autoren, Hitzeroth-Verlag. 1990 Marburger Literatur-Alma­nach, mit Zeichnungen vom G. Blau, Jonas-Verlag. 1995 Anthologie I, Schauen über Raum und Zeit, Haag u. Herchen. 2000 Anthologie V, Im Wechsel­spiel der Gegenwart, Haag u. Herchen. 2001 Jubiläums-Anthologie I, Die Unendlichkeit der Gedanken, Haag und Herchen. 2015 Literatur um 11, 40 Jahre Neue Literarische Gesellschaft, Hg. Horst Schwebel u. K. H. Symon, Verlag Blaues Schloß. – 1988 Mla­denove pjesme, Vertonung von drei kroatischen Gedichten von M. Rupec durch Miroslav Miletić, Zagreb. – Illustrationen einzelner Gedichte (Holz­schnitte) durch Heinrich Groß. – Über die Jahre hielt M. Rupec mehrere Einführungsvorträge zu Vernis­sagen von Künstlern und Künstlerinnen.

 

Mitwirkende am Buch mit Text- und Bildbeiträgen:

Margarita Rupec, Dr. med., Fachärztin für Lungen- und Bronchialheilkunde, (wohnhaft in Marburg). Studium der Medizin in Zagreb. Ehefrau von Prof. Mladen Rupec. Sie ist die Herausgeberin des dichterischen Nachlasses.

Miroslav Miletić (1925, lebt und arbeitet in Zagreb). Bedeutender kroatischer Musiker und Komponist. Studium der Violine und der Viola sowie der Komposition an verschiedenen Musik-Akademien. Miletić ist mit seinem kompositorischen Werk der modernen Musik zuzurechnen. Sein kompositorisches Werk steht dem Experimentellen der Neuen Musik nahe und umfasst Symphonien, Opern, Kammermusik, Klavierwerke, wie auch Filmmusik („Goldener Löwe“, Venedig 1960) und Kinderstücke. Zusammenarbeit u. a. auch mit Stockhausen. Zahlreiche na­tionale und internationale Auszeichnungen. Besonders erwähnt und aufgeführt werden immer wieder seine Kompositionen der Mladen’s Poems (1985).

Ivan Lacković-Croata (1932 Batinske, Kroatien, gest. 2004 Zagreb). Der bedeutende kroatische Maler war vorwiegend der traditionellen Technik der naiven Malerei Nord-Kroatiens in Tempera und Hinterglas­malerei verhaftet. Sein zeichnerisches und grafisches Werk ist beeinflusst vom Symbolismus und wendete sich der Allegorie zu. I. Lacković-Croata illustrierte zahlreiche Bücher in Prosa und Poetik. Zahlreiche nationale und internationale Ausstellungen und Auszeichnungen. Zuletzt schuf er Serien von Zeich­nungen und Grafiken über das menschliche Leiden im zeitgenössischen kroatischen Unabhängigkeits­krieg.

Heinrich Groß (lebt und arbeitet in Niederwalgern bei Marburg). Holzschneider und Maler, auch Lehrtätigkeit. Verschiedene Techniken kommen im künstlerischen Werk von H. Groß zum Einsatz: Holz- und Linolschnitte sowie Ölmalerei und Aqua­rell. Themenschwerpunkte sind figürliche Darstellungen, der Mensch in der Natur sowie abstrakte Werke. Zahlreiche Ausstellungen. 2000 Ubbelohde-Preisträger. Mehrere Holzschnitte entstanden über die Jahre in gemeinschaftlicher künstlerischer Ge­staltung von Rupec und Groß.

Renate Brühl (lebt und arbeitet in Marburg) Acryl- und Ölmalerei, Grafik (Tiefdruck) und Relief. Kunsthistorikerin (M. A.) und freischaffende Künst­lerin. Zwischen 2000 – 2012 entstanden 10 Künstler­bücher mit Original-Radierungen. 2015 Kassette mit 18 Original-Radierungen zu Ebenbilder. 2016 Kasset­te mit 150 Collagen zu Aus dem Leben eines Früh­vollendeten. (Inhaltliche Zusammenstellung und Lektorat des Nachlasses).

Günther Blau (1922 Wuppertal, gest. 2007 Marburg).
Bedeutender deutscher Maler. Studium an verschie­denen Kunstakademien. Das Werk des in den letzten Jahrzehnten in Cyriaxweimar bei Marburg lebenden Künstlers steht in der Tradition eines magischen Realismus und ist von der Neuen Sachlichkeit und dem Surrealismus beeinflusst. Es umfasst ab Mitte der fünfziger Jahre verschiedene bildnerische Tech­niken: Gemälde, Zeichnungen, Radierungen, Holz und Linolschnitte, auch Kleinplastiken. Thematische Schwerpunkte sind Stillleben und Stadtlandschaf­ten. Nationale und internationale Einzelausstellun­gen. Auszeichnungen: 1977 Von der Heydt Preis der Stadt Wuppertal, 1991 Erster Marburger Kunstpreis.
Veröffentlichungen: Günther Blau, das druckgrafi­sche Werk, Basilisken-Presse. Günther Blau, Das ma­lerische Werk, Katalog, Marburg 1999. – Ernst-Otto Riecken, Der Maler Günther Blau, Books on Demand GmbH, Norderstedt 2009.

Gerhard Marcel Martin (*1942), Dr. theol., Prof. für Praktische Theologie an der Philipps Universität Marburg (1982-2007). 14 Bücher und zahlreiche wei­tere Veröffentlichungen und Seminare zu Spiritua­lität und Tiefenpsychologie, Ästhetik, Apokalyptik, Thomas Evangelium, Bibliodrama und zum inter­religiösen Dialog (bes. Judentum und Buddhismus).

Friedrich G. Paff leitete den Autorenkreis der Neuen Literarischen Gesellschaft. 1983 erschien sein Buch „Die Hexe von Bacharach “, das von der Deportation der Juden dort und der „Euthanasieopfer“ handelt. Paff lebt in Marburg und war lange Zeit dort Vizevor­sitzender der Neuen Literarischen Gesellschaft. Täglich unterrichtet er noch „Deutsch für Ausländer“ in Gießen. Er nahm oft an internationalen Schriftstellertreffen teil, besonders in Moskau oder in Vilnius. Bei­träge von ihm wurden übersetzt ins Russische, Litauische, Slowenische, Italienische, Englische, Polnische. Weitere Bücher von ihm: „Da wo die Sprache beginnt“ 1983; „Die Akte Klibansky“ in „Zwischen Unruhe und Ordnung. Ein deutsches Lesebuch“ 1989, und unter dem Namen Andreas Thorn „Das Haus der Romantik“ 2001. 1996 hielt er den Begrüßungsvortrag zu der Marburger Tagung „Die soziale Poetik therapeuti­scher Gespräche“.